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SPEED, Digitaler Print, PVC Plane, 3,50x 2,40m, 2018, (Foto: Regina Hügli)

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Fotos: Christian Prinz

Den Widerstand gegen Beschleunigung zu überwinden, diese grundlegende Verkaufsbotschaft griff Anne Glassner zur Bespielung des Autohauses Meisner auf, um in einer mehrstufigen, medienübergreifenden Arbeit folgende Polaritäten zusammenzuführen: Geschwindigkeit und Ruhe, robuste Materialhärte und das Phänomen der haptischen Sanftheit, ein konzentriertes Bewusstsein und die meditativen Zu-wie äußerlichen Still-stände des Schlafes. In Reaktion auf die ortspezifischen Gegebenheiten und in Kollaboration mit den Mitarbeitern des Hauses entstanden aus Autoteilen zusammengesetzte skulpturale Elemente, die auf einer höheren Raumebene das Pendant bilden zu den installativen 2-D-Collagen, welche die Künstlerin aus den vor Ort zugänglichen Auto-Werbezeitschriften anfertigte.
In direkter Auseinandersetzung mit dem kolportierten Wertegewebe der PKW-Industrie ist Anne Glassner auf einem 3,5 x 2,5 m großen Plakat in Pose mit einem Rennoverall zu sehen, wobei sie das Medium der inszenierten Fotografie wählte, um schließlich bei der Vernissage im selben Overall mit dem Publikum in Interaktion zu treten. Jedoch nicht um als Werbefläche für einschlägige Logos von Großkonzernen zu fungieren, sondern mit einer Modifikation am Rennanzug assimiliert sie die dahinterstehenden kommerziellen Strategien zu folgendem Zweck für sich:
Die Künstlerin fixiert eigens entworfene Embleme an ihrem Kart-Anzug, die Personen einer KünstlerInnen-Community bezeichnen, welche auf diesem Wege ins Licht gerückt werden. Anne Glassner wird somit selbst zum PR-Podium für ihre KollegInnen.

Text: Mag.art. Dr. Laura M. Steiner